Krankenkassen – Leistungen und Kosten

Die gesetzliche Krankenversicherung

In den gesetzlichen Krankenkassen sind rund 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland versichert. Jedes Mitglied kann aus den gesetzlichen Krankenkassen frei wählen; Alter, Geschlecht oder das gesundheitliche Risiko haben keinen Einfluss auf die Beitragshöhe. Durch das Solidarprinzip sind hier alle „gleich“, egal wie viel der Einzelne an Beiträgen entrichtet – und es ist eine beitragsfreie Familienversicherung möglich.

 

Die Beitragshöhe richtet sich entweder nach dem Gehalt, wobei rund die Hälfte vom Arbeitgeber getragen wird oder nach dem Leistungsvermögen (Addition verschiedener Einnahmen z.B. bei Selbständigen).

 

Rentner und Rentenantragsteller sind in der Krankenkasse der Renter (KVdR) im Allgemeinen pflichtversichert, wenn sie eine entsprechende Vorversicherungszeit erfüllen oder es kommt eine evt. freiwillige Versicherung in Betracht, in manchen Konstellationen ist auch eine Familienversicherung (also kostenfrei beim Ehepartner mitversichert) möglich. Die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung trägt der Rentner entweder allein oder es gibt die Möglichkeit, einen Beitragszuschuss (ca. 50 %) zu erhalten – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

 

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Die private Krankenversicherung

Der Wechsel in eine private Krankenversicherung ist möglich, wenn gewisse Einkommensgrenzen überschritten werden oder z.B. eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Wer sich privat krankenversichern kann und will, hat die freie Wahl des versicherten Leistungsumfangs. Von der Grundversorgung bis zur Behandlung durch besondere Spezialisten, von der vollen Erstattung der Kosten bis zur (hohen) Selbstbeteiligung ist ein Abschluss möglich. Eine beitragsfreie Familienversicherung ist nicht vorhanden.

Je mehr Leistungen die Police bietet, um so teurer wird’s.

Wichtig ist die Angabe von Vorerkrankungen bzw. dem allgemeinen Gesundheitszustand. Denn die Versicherer überprüfen diesen oft weit zurück und zwar meist, wenn ein Versicherungsfall eingetreten ist, der vermutlich hohe Kosten verursachen wird. Wurden keine bzw. nicht alle Erkrankungen angegeben, so kann die Versicherung häufig die Übernahme der Kosten verweigern, so dass kein Versicherungsschutz besteht.