Scheinselbständigkeit

Bei dem Begriff der Scheinselbständigkeit handelt es sich um einen Mitarbeiter, der in einem Unternehmen als Selbständiger beschäftigt ist aber (eigentlich) im Sinne der Deutschen Rentenversicherung ein Angestelltenverhältnis inne hat. Dies wird meistens im Rahmen einer Betriebsprüfung oder einem Statusfeststellungsverfahren erörtert bzw. geprüft. Im Grund genommen handelt es sich somit um eine Statusprüfung. Weiteres unter:

https://inbere.de/rechtsberatung/statuspruefung-beurteilung-der-versicherungspflicht/

 

Ein weiterer Begriff, der in früheren Jahren angewandt wurde, ist der „arbeitnehmerähnliche Selbständige“. Auch hier handelt es sich um einen “Scheinselbständigen” im weiteren Sinne – allerdings bleibt es bei einer Prüfung tatsächlich bei einer Selbständigkeit.

Der neueste Ausdruck ist “Selbständiger mit einem Auftraggeber”.  Hier handelt es sich tatsächlich um einen Selbständigen, der möglicherweise Rentenversicherungsbeiträge zahlen muss. Die Deutsche Rentenversicherung prüft nachfolgende Kriterien. Erst deren Vorliegen löst eine Pflichtversicherung bei der Deutschen Rentenversicherung aus.

  • keine Beschäftigung eines Mitarbeiters und
  • auf Dauer nur für einen Auftraggeber tätig und
  • im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig.

Erst wenn alle drei Voraussetzungen vorliegen, greift die Versicherungspflicht. Im Umkehrschluss liegt also keine Versicherungspflicht
vor, sobald eine Voraussetzung nicht erfüllt wird.

Die einzelnen Voraussetzungen sind für Laien häufig schwer zu durchschauen, denn wann handelt es sich um einen “Mitarbeiter”, was bedeutet “auf Dauer” für “einen Auftraggeber” und im “Wesentlichen” lässt  ebenfalls eine Interpretation zu.

Wir unterstützen Sie – vorausschauend oder auch, wenn bereits eine Prüfung erfolgt ist – im Detail und praxisnah.

Ihre Rentenberaterin Petra Schewe