Arbeitgeber, Selbständige, Rechtsanwälte –

Selbständigkeit: Start-ups, Freelancer, Honorarkräfte, Einzelkämpfer und die Kosten…

 

Selbständigkeit: Start-ups, Freelancer, Honorarkräfte und die (unverwarteten) Kosten in der Sozialversicherung

In der Selbständigkeit oder im Aufbau einer (möglichen) Selbständigkeit ergeben sich viele Fragen. Insbesondere der Aufbau einer Selbständigkeit, sei es als Start-up-Unternehmen, als Freelancer, als Honorarkraft oder sonstiger Selbständiger bedeutet, sich um einen Businessplan zu kümmern. Hier ist insbesondere die Einschätzung der Konkurrenzsituation sehr wichtig, Kalkulationenberechnungen (ob das Produkt bzw. das Leistungsangebot sich am Markt trägt,) und vielfältige Werbemaßnahmen zu organisieren. Daneben gilt es, starke Partner an seiner Seite zu wissen, die sich um das „Drumherum“ kümmern. Rechtsanwälte für mögliche Verträge, Steuerberater für die steuerliche Beratung und die Buchhaltung. Und was ist mit den Sozialversicherungskosten? Dieser Bereich fristet leider ein Schattendasein. Die wenigsten Start-ups, Freelancer, Honorarkräfte, Einzelkämpfer, denken daran, dass die Sozialversicherungskosten einen wesentliche Teil der Kosten ausmachen können.

 

Krankenversicherung

Wie hoch sind Ihre Krankenversicherungskosten? In der Gründungsphase vielleicht noch überschaubar, weil Sie einen Gründungszuschuss erhalten und die Krankenkasse Sie (zunächst) in eine preiswerte „Schublade“ gesteckt hat. Was ist danach? Die Krankenkasse wird von Ihnen eine Steuererklärung verlangen, Sie müssen einen Beleg ausfüllen und dann? Sie werden neu „eingruppiert“. Das kann teuer werden, denn Sie haben es vielleicht versäumt, sich zu erkundigen, was das bedeutet und was sonst noch wichtig ist (selbständig in Teilzeit, wie ist der Partner versichert, wie ist sonst das finanzielle Leben zu organisieren?).

Ein Fall aus der Praxis:
Ehepaar, beide selbständig, beide in der gesetzlichen Krankenversicherung, beide zahlen den Höchstbeitrag (weil sich niemand gekümmert hat) = rund 1.400 Euro/Monat nur für die Krankenversicherung.
Wunsch: Er geht in Rente, will weiter selbständig arbeiten – Sie will nichts mehr arbeiten.
Nach der Beratung: Er zahlt noch einen Beitrag von rund 400 Euro/Monat – Sie zahlt nichts mehr.

 

Rentenversicherung

Wollen Sie oder müssen Sie Pflichtbeiträge zahlen? Sind freiwillige Beiträge sinnvoll? Wie hoch sind diese Beiträge, kann ich wählen, ob ich mehr oder weniger zahlen will? Oder lieber gar keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung? Habe ich andere Altersvorsorgeprodukte, die sinnvoller sind? Oder lohnt sich das nicht, weil „am Ende wohl nichts rauskommt“?

Ein Fall aus der Praxis:
Einzelkämpfer, selbständig, (und muss auch nicht) in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, hat stattdessen einige private Produkte gekauft und zahlt monatlich 300 Euro ein (ohne Absicherung bei Erwerbsminderung, Reha etc.).
Wunsch: Lohnen sich die privaten Produkte, oder lieber in die gesetzliche einzahlen? Wie hoch sollten die Einzahlungen sein, damit es später auch reicht?
Nach der Beratung: Nach Aufschlüsselung der Vor- und Nachteile der privaten Produkte, der sonstigen finanziellen (und auch gesundheitlichen) Verhältnisse, war die Deutsche Rentenversicherung der „Sieger“ der Gegenüberstellung. Die Einzahlungen wurden gemäß den persönlichen Wünschen und Möglichkeiten angepasst mit dem Nebeneffekt, dass auch steuerlich ein höherer Abzug möglich wurde und die höhere Einzahlung nicht mal mehr Kosten verursachte (steuerliche Beratung durch unseren Kooperationspartner).

 

Arbeitslosenversicherung

Auch Selbständige haben die Möglichkeit, freiwillige Beiträge in die Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Was ist zu tun? Wie hoch sind die Beiträge? Welche Formulare sind auszufüllen? Was passiert, wenn die Selbständigkeit nicht läuft? Was passiert dann in der möglichen Arbeitslosigkeit, wer zahlt welche Beiträge in die Krankenversicherung, in die Rentenversicherung?

Ein Fall aus der Praxis:
Freelancer, Gründungszuschuss, akademischer Abschluss, Unsicherheit bezüglich Auftragslage
Wunsch: Lohnt sich diese Versicherung, wie hoch sind die Kosten, wie hoch ist ein mögliches Arbeitslosengeld, was passiert bei Inanspruchnahme der Versicherung?
Nach der Beratung: Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung als Gründungszuschussbezieher mit geringen Kosten in den ersten Jahren. Kontrolle des Bescheides – Widerspruch (falsche Eingruppierung, dadurch wäre sonst bei Bedarf ein wesentlich geringerer Anspruch an Arbeitslosengeld vorhanden). Durch weitere Organisation konnte in einer „Flaute“ Arbeitslosengeld in Anspruch genommen werden und laufende Sozialversicherungskosten konnten vermieden werden.