Rund um die gesetzliche Rente – Wann müssen Rentner Steuern zahlen

 Wann müssen Rentner Steuern zahlen?

 

Grundsätzlich gilt: „Eine Einkommensteuererklärung wird immer dann verlangt, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte eines Rentners, der keine dem Lohnsteuerabzug unterliegenden Einkünfte bezogen hat, den jährlichen Grundfreibetrag überschreitet“.

 

Was bedeutet das?

Ein Rentner, der NUR seine Rente bezieht und diese Rente in 2017 nicht mehr als Euro 8.820 beträgt, muss keine Steuern zahlen. Im Jahre 2018 beträgt der Grundfreibetrag Euro 9.000.

 

Aber Achtung: Auch Rentner müssen sich selbst beim Finanzamt melden. Es besteht eine sog. Bringpflicht.

 

Sind Sie also unsicher, ob Sie eine Einkommensteuererklärung erstellen müssen, lassen Sie sich helfen. Lohnsteuerhilfevereine oder Steuerberater sind beim Kontakt zum Finanzamt behilflich. Auch unser Kooperationspartner (www.fibu-lohn-service.de) hilft bei dieser schwierigen Steuerfrage bis zur Übernahme sämtlicher Arbeiten rund um Ihre Steuer.

 

Grundsätzliche steuer- und auch sozialversicherungsrechtliche Berechnungen bzw. eine erste Einschätzung (ohne Kontakt zum Finanzamt) können Sie auch bei uns „bestellen“.

Erhalten Sie mehr Rente als den oben genannten Freibetrag?

Dann sollten wir näher hinschauen:

1) Sie erhalten nur Rente, die liegt aber oberhalb des genannten Freibetrages.

2) Sie erhalten neben Ihrer Rente noch weitere Einnahmen, die alle zusammen den Freibetrag überschreiten.

Zu 1) Sie erhalten nur Rente, die liegt aber oberhalb des genannten Freibetrages.

 

  • Ihre Rente wird nicht zu 100 % versteuert. Je nach Jahr des Rentenbeginns, wird die Rente nur zu einem bestimmten Teil versteuert. Sie müssen also einen bestimmten Prozentsatz von Ihrer Rente als zu versteuernde Rente als Grundlage für die Steuer ermitteln.

 

Beispiel: Im Jahr 2005 begonnene Renten werden zu 50 % versteuert. Jedes Folgejahr erhöht sich die Versteuerung um 2 Prozentpunkte. Im Jahr 2017 begonnene Renten werden somit bereits mit 74 % versteuert (siehe § 22 EStG). Dieser Besteuerungsanteil wird bei Rentenbeginn einmal ermittelt und der Anteil (in Euro ausgerechnet), der nicht besteuert wird, ist der sog. Freibetrag. Dieser Freibetrag wird festgeschrieben und ändert sich nicht mehr. Das bedeutet, dass Erhöhungen der Rente zu 100 % versteuert werden.

Das macht ein „einfaches“ Ablesen bzw. Berechnen der tatsächlichen Steuerpflicht nicht gerade einfach. Gern übernehmen wir hier die Berechnung für Sie.

 

  • Die erste Hürde ist genommen. Nun sollte noch geklärt werden, ob Sie vielleicht noch Ausgaben haben, die steuerabzugsfähig sind, so dass die Steuer gesenkt werden kann oder Sie vielleicht doch gar keine Steuern zahlen müssen.

 

Grundsätzlich abzuziehen:

Sie können grundsätzlich noch einen Pauschbetrag für Werbungskosten abziehen (von Euro 102 pro Jahr) und einen Sonderausgabenpauschbetrag von Euro 36 pro Jahr.

 

Weitere Abzugsmöglichkeiten:

Sie erhalten die eben genannten Pauschbeträge oder Sie können „mehr“ geltend machen.

Beispiele: Sie haben Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt. Diese Kosten können Sie bis zu einem Höchstbetrag von Euro 2.901 (als lediger Rentner) bzw. den doppelten Betrag bei einem Ehepaar abziehen. Ggf. können auch höhere Kosten (allerdings nur zur Basisversorgung) vorliegen, die steuermindernd geltend gemacht werden können. Auch Kirchensteuer oder Spenden verringern die Steuerlast. Haushaltshilfen, Pflegedienste (Rechnung muss vorgelegt werden), Brillen, Zahnersatz, Medikamente, Rehas, Gehhilfen sind teilweise ebenfalls abzugsfähig. Ein weiterer Punkt: Schwerbehinderung – haben Sie einen Grad der Behinderung? Sie erhalten, je nach Gradhöhe, einen Freibetrag.

 

 

Wir geben Ihnen einen Überblick und rechnen Ihnen eine mögliche Steuerlast wie auch die Kranken- und Pflegeversicherungskosten (aus Renten) aus: InBeRe

 

Zu 2) Sie erhalten neben Ihrer Rente noch weitere Einnahmen, die alle zusammen den Freibetrag überschreiten.

 

  • Sie arbeiten noch oder wieder. Sie erhalten ein Gehalt oder Sie sind selbständig und erzielen einen Gewinn (oder Verlust). Die Eingaben sind im Bereich der unselbständigen Arbeit einzutragen bzw. bei Selbständigkeit (freiberuflich oder Gewerbebetrieb).
  • Sie erhalten noch weitere Einnahmen, zum Beispiel aus Vermietung und Verpachtung.
  • Sie erhalten neben Ihrer gesetzlichen Rente noch weitere Renten. Private Renten, betriebliche Renten bzw. Betriebsrenten, Versorgungsrenten, Hinterbliebenenrenten, Riester- oder Rüruprenten.

 

Beispiele: Betriebliche Renten und Pensionen werden meist zu 100 % versteuert. Manche Renten werden auch (nur) mit dem Ertragssteueranteil besteuert. Die Ertragsanteilversteuerung ist unterschiedlich hoch und richtet sich nach dem Alter des Rentners zu Beginn der Rentenzahlung. Daneben gibt es noch einen (sich abschmelzenden) Versorgungsfreibetrag und ggf. einen Zuschuss zum Versorgungsfreibetrag sowie ggf. einen Altersentlastungsbetrag.

 

 

Wir geben Ihnen einen Überblick und rechnen Ihnen eine mögliche Steuerlast  und auch die Kranken- und Pflegeversicherungskosten (aus Renten) aus: InBeRe

 

Ihre Rentenberaterin Petra Schewe